Niedrigenergiehaus-Beratung

Energiestandards der Gegenwart und Zukunft beim Hausbau

Von Bauweisen, über die Entwicklung immer effizienter Heizungs- und Speichertechnik bis hin zum Niedrigstenergiehausstandard der Zukunft.

Mit der Fassade heizen: Ein neuartiger Klinker macht’s möglich

Mit jeder Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) steigen die Anforderungen an die energetischen Werte eines Neubaus: Ohne Wärmedämmung kommt kein Haus mehr aus, und mithilfe von erneuerbaren Energiequellen wird ein wesentlicher Teil der Wärme für die Raumheizung und Warmwasserbereitung erzeugt. Auch der durch die Fensterflächen oder Wintergärten bereitgestellte solare Energieeintrag lässt sich nutzen, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu steigern. Der Gedanke, auch die Sonnenstrahlung, die auf die Fassade trifft, in das gesamte energetische Konzept einzubeziehen, wurde bislang nicht besonders intensiv verfolgt. Das könnte sich in Zukunft ändern: Ein neuartiger Klinker, der von Wissenschaftlern der Fachhochschule Münster entwickelt wurde, kann einen erheblichen Teil zur Energieeinsparung beitragen.

Mit dem Energieklinker die Energieeffizienz verbessern

Was heute noch utopisch klingt, kann schon morgen Standard sein: Mit speziell ausgerüsteten Energieklinkern kann auch die Fassade zum Beheizen der Räume und der Erzeugung von warmem Wasser eingesetzt werden. Das ist besonders im Winter ideal, wenn die Sonne tief steht.

Das Prinzip hinter der neuen Entwicklung ist so simpel wie wirkungsvoll:

Die Klinkersteine werden mit einer Nut versehen, in die Mehrschichtverbundrohre eingefügt werden. Eine mithilfe eines Aggregats gekühlte Flüssigkeit, die Ähnlichkeit mit der in Solaranlagen hat, zirkuliert in den Rohren und nimmt dabei die Sonnenwärme auf, die nicht an die Umgebung abgegeben wird. Der Erfolg der Methode hängt von der Wärmespeicher- und Wärmeleitfähigkeit des Klinkers ab. Die von der Flüssigkeit aufgenommene Wärme wird ihr entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt. Das macht, wie die Forscher im Laufe von zwei Jahren gemessen haben, an einem sonnigen Wintertag eine Leistung von 0,4 bis zu 1,9 Kilowattstunden pro Quadratmeter Mauerfläche aus.

Energieklinker sind einfach zu verbauen, verursachen nur geringe Mehrkosten, sind praktisch wartungsfrei und ziehen keine Folgekosten nach sich.
Wie sich dieses System am besten in der Praxis einsetzen und sich am günstigsten in ein Heizsystem mit einer Wärmepumpe integrieren lässt, wird nun in Zusammenarbeit mit den Produzenten von Wärmepumpen sowie Fachplanern erarbeitet. Das Arbeitsprinzip der Energieklinker ist aber jetzt schon so wirkungsvoll, dass die FH Münster es gemeinsam mit dem sie unterstützenden Klinkerwerk Hagemeister in Nottuln zum Patent angemeldet hat. (http://www.hagemeister.de/de/produkte/fassade/energieklinker/)

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